Aktuelles

Aktuelles zur „Pfarrei der Zukunft“

6.10.2019

Zum 1. Januar 2020 werden die alten Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft Manderscheid aufgelöst und in die neue Pfarrei der Zukunft Wittlich überführt.
Die Leitung hier übernimmt ein dreiköpfiges Leitungsteam im Zusammenspiel mit dem aus zwei Kammern bestehendem Rat der Pfarrei und der großen Synodalversammlung. Bereits jetzt steht der Name des neuen Leitenden Pfarrers fest: Matthias Veit, zurzeit Dechant in Mayen, wird gemeinsam mit Frau Sarah Engels aus Piesport und Herrn Marco Brixius aus Noviand die neue Einheit leiten. Wir wünschen Ihnen für Ihre neue Aufgabe Gottes Segen. Zeitgleich endet am 1.1.2020 auch mein Dienst als vom Bischof mit der Leitung der acht Pfarreien beauftragter Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Manderscheid. Pfr. Fuhrmann und ich werden aber voraussichtlich auch nach dem 1.1.2020 weiterhin in unserem bisherigen Bereich Gottesdienste halten und als priesterliche Seelsorger vor Ort wohnen und tätig sein.

Wie geht es nun weiter?

Anhörungsverfahren und Austausch
Nachdem alle Gremien am 7. u. 13. Mai in einem 1. Anhörungsverfahren eine Stellungnahme zum „Ersten Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“ abgegeben haben, werden Sie nun eingeladen an einem 2. Anhörungsverfahren teilzunehmen, das weniger umfangreich ist, und das sich auf die nun aufgrund des neuen Gesetzes beschlossenen Dekrete bezieht. Der Termin für alle Pfarrgemeinde- u. Verwaltungsräte der Pfarreiengemeinschaft Manderscheid ist der 17. Oktober, 20.00 Uhr, in der Wilhelm-Hees-Halle in Niederöfflingen. Den Termin wollen wir vor allem auch nutzen, um zu informieren und uns auszutauschen. Einige Verwaltungsräte treffen sich bereits um 19.00 Uhr, weil sie ihren Haushalt beraten wollen.

Zum 1.1.2020 werden neben den Verwaltungsräten auch alle Pfarrgemeinderäte aufgelöst, was für viele ehrenamtlich Aktive eine Veränderung bedeutet. Die „Steuerungsgruppe für den Übergang in die PdZ Wittlich“ im Dekanat Wittlich gibt hierzu folgende Hinweise:

„Das umfangreiche Engagement in den Gruppen und Initiativen wird in Zukunft unter dem Titel Orte von Kirche zusammengefasst und weiterhin begleitet und gefördert. Hierzu bietet der Internetauftritt des Dekanats bereits hilfreiche Informationen und Hintergründe, wie z.B. den Ressourcencheck. Die Vertretungen der einzelnen Orte von Kirche werden in der künftigen Pfarrei dann die Synodalversammlung bilden, sich untereinander vernetzen und mit anderen gemeinsam Verantwortung für die pastorale Entwicklung in der Pfarrei der Zukunft übernehmen.

Für die wichtigen Entscheidungen in pastoralen und wirtschaftlichen Fragen wird es in der Pfarrei der Zukunft den Rat der Pfarrei geben. Er besteht aus einer Pastoral- und einer Vermögenskammer und wird insgesamt aus 30 gewählten Personen bestehen. Dieses Gremium stellt in besonderer Weise die verbindliche Beteiligung von Ehrenamtlichen an der Leitung der Pfarrei der Zukunft sicher.“

Was ist mit dem Begriff „Orte von Kirche“ gemeint?
In unseren Pfarreiengemeinschaften gibt es viele Orte, Gruppen, kirchliche Dienste und Vereine, in denen sich kirchliches Leben abspielt.
Sie heißen in der Pfarrei der Zukunft „Orte von Kirche“, oder genauer gesagt, sie werden so genannt, wenn sie sich als solche anerkennen und registrieren lassen. Es war geplant, dass je eine Delegierte oder ein Delegierter aus den Orten von Kirche Teil der Synodalversammlung wird.
„Orte von Kirche“ können sein: feste Katechetengruppen, Kindergärten, Eine-Welt-Gruppen, Kirchenchöre, Pilgergruppen und Bruderschaften, lokale Teams in den alten Pfarrorten, Kinderbibeltagsgruppen usw.
Diese Gruppen können ein Formular ausfüllen und Angaben zu ihren Aktivitäten machen (Ressourchencheck) und diesen entweder im Pfarrbüro Manderscheid oder im Dekanat Wittlich abgeben. Materialien zum Ressourcencheck erhalten Sie über Ihre Pfarrgemeinderäte, im Pfarrbüro Manderscheid oder über das Dekanat Wittlich.
Das neue Leitungsteam erhält so auch Informationen über kirchliche Aktivitäten und Ansprechpartner.
An dieser Stelle möchte ich klar stellen, dass die oben erwähnten „Orte von Kirche“, wie bisher auch, nicht die sonntäglichen Kirchorte in Frage stellen wollen, an denen sich die Gläubigen zur Heiligen Messe versammeln. Denn die Eucharistie ist, wie das Zweite VatikanischeKonzil sagt, die Quelle und der Gipfel des kirchlichen Lebens. Und durch sie erhalten wir wirklich Anteil am Leib des Herrn, wir „werden zur Gemeinschaft mit ihm und miteinander erhoben“ (Lumen Gentium 7).

Gemeindeteams u. Verwaltungsteams
Wie erwähnt werden die vor Ort bestehenden Pfarrgemeinde-und Verwaltungsräte aufgelöst. Damit aber auch in Zukunft das kirchliche Leben im Dorf koordiniert werden kann und auch die kirchlichen Gebäude im Blick bleiben, würde ich mich freuen, wenn die jetzt Engagierten in den Gremien überlegen, ob sie nicht für die Pastoral vor Ort als „Gemeindeteams“ (der Name ist nur ein Vorschlag) oder für die Gebäude als „Verwaltungsteams“ weiterhin Verantwortung übernehmen wollen. Vielleicht sogar zunächst in der gleichen Besetzungwie bisher?
Durch eine Änderung sind die“Verwaltungsteams“ mittlerweile auch offiziell für die Pfarrei der Zukunft vorgesehen als Organe, die sich im Auftrag des Leitungsteams mit einem zugewiesenen Budget um die Betreuung von Gebäuden, sonstigen Liegenschaften und Baumaßnahmen kümmern können.
„Gemeindeteams“ (der Name könnte auch anders lauten) sind keine offiziellen Organe der Pfarrei der Zukunft. Aber als neuer „Ort der Kirche“ können Sie als solche anerkannt werden. Es ist doch wichtig, dass sich auch weiterhin Frauen und Männer zusammentun, die wie bisher einen Blick haben für das Gesamte des kirchlichen Lebens vor Ort und die wichtige Ansprechpartner sind.

Wahlversammlung
Da im Bistum Trier zum 1. Januar 2020 nur 15 von 35 Pfarreien der Zukunft gebildet werden und die restlichen Pfarreien erst später, erfolgt die Wahl des ersten Rates der Pfarrei bei uns noch nicht über die Synodalversammlung, sondern über die alten Räte. Voraussichtlich am 28.11. in Dreis.
Die Steuerungsgruppe informiert hierzu wie folgt: „Die Wahl des ersten Rates der Pfarrei wird durch eine außerordentliche Wahlversammlung erfolgen, die sich aus den Mitgliedern der noch amtierenden Räte zusammensetzen und Ende November einberufen werden wird. Gewählt werden können Mitglieder der katholischen Kirche, die 16 Jahre alt sind, in der Pfarrei wohnen bzw. sich dort engagieren und das Firmsakrament empfangen haben.
Die Vorbereitungen zur Wahl des ersten Rates der Pfarrei beginnen jetzt. Die Kandidatensuche ist eine wichtige Aufgabe, die in den jetzigen Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften starten soll. Christinnen und Christen, die sich vor Ort engagieren und darüber hinaus für das Ganze der Pfarrei der Zukunft in den Blick nehmen möchten, können im ersten Rat der Pfarrei Verantwortung übernehmen.“

Es ist wünschenswert, dass auch unser „Höhengebiet“ im Rat vertreten ist. Weitere Informationen im Dekanat (Büro: 06571-146940, Pastoralreferent Sandro Frank 0151-40015884, www.dekanat-wittlich.de) oder bei mir.

Ihr Pastor Paul Eich

Weitere Infos finden Sie im Internet unter:
Dekanat Wittlich
Ergebnisse der Anhörung
Was sind Orte von Kirche. Arbeitshilfe aus dem Dekanat Mayen