Greimerath

Greimerath

Seit 1761 hat sich die Pfarrei in ihrem Aufbau nicht mehr grundlegend verändert. Ein wichtiges Ereignis war die 200 Jahrfeier der Kirche im Jahre 1961. Mit einer Festwoche wurde der Pfarrpatron St. Georg geehrt.
Seit 1986 wird die Pfarrei von Laufeld aus verwaltet, das Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert – das älteste Gebäude in Greimerath – wurde vermietet.
Zur Pfarrei Greimerath gehören seit Jahrhunderten neben dem Pfarrort die Filialen Hasborn, Diefenbach und Willwerscheid. Lediglich von 1803 bis 1805 gehörte Diefenbach zur Pfarrei Diefenbach. Für diese kurze Zeit war die Wittlicher Filiale Plein nach Greimerath eingepfarrt.

Die erste Nachricht über eine Kapelle in Greimerath erhalten wir aus dem ältesten Pfarrverzeichnis über das Landkapitel Zell (früher Kaimt). Es stammt aus der Zeit um 1220.

Urkundlich ist im Jahr 1230 als Pastor Gottfried von Trittenheim erwähn. Die Herren von Malberg besaßen zu dieser Zeit als Grundherren sowohl das Dorf als auch die Kirche zu Greimerath. Im Jahre 1235 übertrugen Ritter Theodorich von Malberg und seine Frau Agnes das Patronatsrecht der Kirche an das Kloster Martinsberg/Trier bei gleichzeitiger Verpflichtung einenTeil der Einnahmen dem Vikar zu überweisen. Danach aber wollten die Nachkommen der Marlbergs die Schenkung rückgängig machen. Doch bald wurde dieses Problem gelöst, denn am 12.07.281 tritt Johann Herr von Marlberg dem Kloster Martinsberg seine Rechte an der Kirche in Grimolderode ab. Um 1330 war die Kirche von Greimerath bereits eine Pfarrei geworden.

Der Chor der alten Kapelle, die schon 1220 stand, war wohl 1284 durch den Pfarrvikar Johann von Greimerath erneuer worden. Vermutlich um 1550 wurden dann weitere Umbaumaßnahmen, vielleich sogar ein volliger Neubau vorgenommen. Darauf deuten sowohl der aus dem Jahr 1500 erwähnte neue Altar, wie auch zwei neue Glocken aus dem Jahre 1513 hin. Wir erhalten in der Inschrift der einen Glocke auch Hinweise auf den Patron der Kirche: den heiligen Georg. Bei den Visitationen 1621 und 1657 war die Kirche in gutem Zustand, ab 1725 war sie, bis auf den Chor wohl sehr baufällig.

Um die Mitte des 18. Jahrhunderts entschlossen sich die Greimerather eine neue Kirche zu bauen. Für die Planung konnte Johannes Seitz, kurtrierischer Baumeister gewonnen werden, unter dessen Leitung 1761 das kurfürstliche Palais in Trier fertiggestellt wurde. Die feierliche Einweihung der neuen Greimerather Kirche fand am 26.11.1761 durch Pastor Pitschen statt.