Autogottesdienst Buchholz 2020

Autogottesdienst Buchholz am 12. Apr. 2020

Auf dem großen Parkplatz der allein gelegenen Eifeler Pfarr- und Wallfahrtskirche Buchholz der Pfarreiengemeinschaft Manderscheid fand am 12. April ein besonderer Gottesdienst statt:
Ein Autogottesdienst. Er wurde nicht organisiert, um durch eine besonders originelle und neue Form Menschen zu einem Gottesdienst zu locken.
Die Menschen nämlich waren alle schon da. Nur konnten sie an Ostern nicht zusammen vor Ort feiern. Öffentliche Gottesdienste sind wie alle Veranstaltungen ja aufgrund der Corona-Verordnungen nicht gestattet. Die Gläubigen werden gebeten, in dieser schwierigen Zeit das wirklich reiche Angebot an Messfeiern im Fernsehen oder im Internet zu nutzen.
Aber für eine Gruppe in der Pfarreiengemeinschaft Manderscheid wurde nun aber ein Autogottesdienst angeboten. So konnten sie stellvertretend für alle Christen unter besonderen Bedingungen vor Ort gemeinsam Ostern feiern.

Im Internet konnte man von Autogottesdiensten in den USA erfahren. Nachdem dies zunächst für unsere Region abgelehnt wurde, erreichte uns, insbesondere durch das Bemühen des Bettenfelder Bürgermeister Heinz Tutt, die Zusage über den Verbandsgemeindebürgermeister Junk, dass das Mainzer Gesundheitsministerium unter Auflagen einen Autogottesdienst für zulässig ansieht, da ein entsprechendes Verbot in der Corona-Verordnung nicht explizit ausgesprochen war und das Abstandsgebot eingehalten ist, weil die Autos an sich ja kein öffentlicher Raum sind.
Voraussetzung war, dass keine Personen von Auto zu Auto gehen.

Auch das Bistum hatte für diese Einzelanfrage unter strengen Auflagen grünes Licht gegeben.
So konnte der Gottesdienst „auf dem Buchholz“ am Ostersonntag bei schönstem Wetter stattfinden. Damit der Platz nicht überfüllt wurde, konnte nur beschränkt eingeladen werden. Das Austeilen der Kommunion war nicht möglich. Die Ordnung und die Einhaltung der Corona-Regeln wurden durch Ortsbürgermeister Leo Schmitz überwacht. PGR-Vorsitzender Peter Liel korrdinierte alles und kümmerte sich mit um die Technik. Die Gottesdienstteilnehmer waren sehr diszipliniert und niemand verließ sein Fahrzeug, die vom Ordnungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr um den Altar gruppiert wurden. Alle konnten dem Gottesdienst gut folgen, durch Außenlautsprecher bzw. über das Autoradio. Besonders eindrucksvoll war das Marienlied am Ende, das von Willi Krones, der an der Mariengrotte stand, mit seiner Trompete angestimmt wurde.
Da die Menschen in den Autos bleiben mussten war die Kommunikation zunächst nur einseitig. Bis Pastor Eich die Gläubigen aufforderte sich den Friedensgruß gegenseitig zu spenden: indem man mit den Scheibenwischern winkte. Da konnte man durch die Windschutzscheiben viele lachende und glückliche Gesichter erkennen.
Und schließlich am Ende des Gottesdienstes konnten die Auto-Christen auf eine recht ausdrucksstarke Form Ihrer Freude Ausdruck verleihen: durch ein „Hup-Halleluja“, das sich mit dem feierlichen Geläut der Osterglocken vermischte.